(Cover 2014)

 

Medienecho und einige Reaktionen aus der Fachwelt
zur ersten Auflage:
(Titel: Das kastrierte Evangelium,
Die falsch übersetzte Bibel
und die Wiederentdeckung der Lust,
Kreuzlingen-München 1996)

DIE WELTWOCHE

"Wurde gemäß Pinchas Lapide das Christusbild durch eine Entpolitisierung entscheidend verengt, so argumentiert nun Dietl-Zeiner umgekehrt, dass der gewalttätige Aspekt dem evangelischen Heiland hinzugefälscht wurde - und zwar ebenfalls durch gezielte Übersetzungsfehler. Der Wiener Theologe überprüft sytematisch die kritischen Bibelstellen und findet im Rekurs auf die griechischen Manuskripte tatsächlich Übersetzungsalternativen bzw. -verbesserungen, welche die Messiasfigur von einigen Widersprüchen säubern helfen. ...
... Solche Übersetzungsfehler, insistiert Dietl-Zeiner, sind keine zufälligen Irrtümer oder Mißverständnisse, sondern haben Absicht und System: Sie stützen die Institution Kirche. ...
... Sicher ist jedenfalls, daß Dietl-Zeiners Korrekturen die Message des neutestamentarischen Evangeliums, die Frohe Botschaft vom kommenden Gottesreich, homogenisieren und einige peinliche Widersprüchlichkeiten ausräumen könnten. Und seine These, die Kirche manipuliere sich das Evangelium nach eigenen Interessen zurecht, erhält durch die bereits jahrhundertealte Tradition der kritischen, disserdenten Theologie kräftig Sukkurs."
Adi Sollberger, Die Weltwoche, Züricher Wochenzeitung ( Deutschland ), Nr.5/30.Jänner,1997

PUBLIK FORUM

"Dass die christliche und vor allem die römische Kirche die Botschaft Jesu schlecht in die Tat umgesetzt hat, liegt nach Ansicht des Verfassers zum einen daran, dass die Übersetzungen des griechischen Neuen Testaments schwerste Fehler enthalten. ...Mitschuldig daran ist, so der Autor, Paulus, der seinerseits von der jüdischen Sekte der Essener ... beeinflußt war. Für die Misere der heutigen Kirche gibt es somit zwei Hauptschuldige: die Fehlübersetzer und den essenischen Paulus. ... Das Buch besticht durch seinen Einfallsreichtum."

+Univ.-Prof. Dr. Herbert Haag, Publik-Forum (Deutschland), Nr.8/24.April,1998



PUDIUM –INFORMATIONEN

Katholischer Theologe fordert Korrektur der Bibel

Gottesfurcht - das erwartet die Bibel seit eh und je und so schallt es bis heute von der Kanzel. Das Resultat: Die Gläubigen nehmen Reißaus vor den pessimistischen, lust- und leibfeindlichen Botschaften der Kirche. Wörtlich übersetzt heißt Evangelium jedoch "Frohe Botschaft". Wie passt das zusammen? Gar nicht, meint der katholische Theologe Johannes Dietl-Zeiner und verlangt die Korrektur der Bibel! In einem detaillierten Streifzug durch die gesamte Kirchengeschichte entwirrt der Autor das "Labyrinth der kirchlich autorisierten Übersetzungsfehler in den Schriften des Neuen Testaments". Dietl-Zeiners wichtigster Grundsatz: Jede Übersetzung muss unbeeinflußt von kirchlichen Institutionen vom Evangelium Jesu hergeleitet werden. In "Das kastrierte Evangelium" veröffentlicht er die Ergebnisse seiner "theologischen Ausgrabungen".

Podium - Informationen, Themen und Meinungen, Evangelisch-methodistische Kirche ( Deutschland ), Nr.8/August 1997

MAINPRESSE

Die Bibel neu bewertet - Schrecken der Frohbotschaft
Hat Jesus Schrecken verbreitet oder tatsächlich eine "frohe Botschaft" verkündet?
Zumindest nachdenken sollte man über das, was der österreichische Theologe Dietl-Zeiner über die bisher gültigen Bibelübersetzungen sagt:
Seit 1600 Jahren grassieren haarsträubende Übersetzungsfehler, die immer wieder übernommen und bei der jüngsten Einheitsübersetzung von 1980 auch nicht ausgemerzt wurden. Das Neue Testament eine "frohe Botschaft", die in manchen Passagen Schrecken verbreitet, wie er im altgriechischen Urtext so nicht steht und Jesus so auch nicht gesagt haben kann. ... Der Autor begründet ausführlich seine Behauptungen und bietet eine breite Auswahl seiner Übersetzung. Und diese ist menschen-freundlicher und verständlicher als manche uns bisher von Jugend an vorgesetzte Textstelle.
Mainpresse ( Deutschland ), Würzburg, 21.November 1996



WIENER LEHRERZEITUNG


"... Der Autor prüft die Texte der Übersetzungen der Heiligen Schrift exegetisch und philologisch, exegetisch-historisch und philologisch-grammatikalisch und führt so gedanklich den Beweis für seine Behauptung, dass Fehler in den verschiedenen Fassungen existieren. Die Art und Weise, wie er an diese komplizierte Sache herangeht ist insofern beeindruckend, dass er die sachliche Ebene nie aufgibt. In seinen Ausführungen merkt man ständig, dass hier einer schreibt, dem die Frohe Botschaft Jesu wirklich am Herzen liegt. Der Inhalt ist publizistisch geschickt und spannend strukturiert. Auch wenn man kein Bibelforscher ist, wird man unweigerlich in den Bann der historischen und religiösen Dimension hineingezogen. ... Ein besonders interessantes Buch für jene, die das Werden der Bibel einmal anders lesen möchten. Ein Buch für Christen und jene, die es werden wollen, oder vielleicht wieder werden wollen.
Die Auseinandersetzung mit diesem Buch sollte geführt werden und zu vielen Gesprächen Anlaß geben.
Die Frohe Botschaft ist unsterblich aber der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stets zugänglich.
Dietl-Zeiner bringt mit seinem Buch einen neuen Impuls, über Stellen der Heiligen Schrift nachzudenken, deren Unlogik, mit der wir zu leben gelernt haben, möglicherweise erst durch die Übersetzungen entstanden ist"

Prof.Dr.Mag. Heribert Schopf, Wiener Lehrerzeitung (Österreich), Dezember 1996


zurück (Publikationen)

update: 5-8-2014