Petition der EthiklehrerInnen
in Österreich:

"Einführung des Ethikunterrichts"

(Mai 2003)

 

Die EthiklehrerInnen Österreichs rufen die österreichische Bundesregierung, im speziellen die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kunst, sowie alle Parteien, mit ihren Bildungsexperten, alle im Parlament vertretenen Abgeordneten zum Nationalrat auf, folgendene Inhalte der Petition zu unterstützen und diesbezüglich eingebrachten Gesetzesänderungen des Schulorganisationsgesetzes zu zustimmen.
Inhalte der Petition:
1) Um den gesetzlichen Bildungsauftrag (SchOG § 2 Abs.1) gerecht werden zu können, und den gesellschaftlichen Veränderungen (Entkirchlichung, Ansteigen der Quote der SchülerInnen ohne Bekenntnis, ...) Rechnung zu tragen, ist es für SchülerInnen, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, notwendig geworden einen neben dem Religionsunterricht wertevermittelnden Pflichtgegenstand im österreichischen Schulwesen einzuführen.
2 ) Da seit Jahrzehnten die bisherigen Regierungen in dieser wichtigen Angelegenheit zu wenig aktiv gewesen sind und kein solches Fach für jene SchülerInnen eingeführt haben, regen wir und mit uns alle dieses Anliegen unterstützenden Personen, Gruppen und Organisationen die politischen Entscheidungsträger an, keine Zeit verstreichen zu lassen und jetzt einen solchen Pflichtgegenstand (Bezeichnung: Pflichtfach für SchülerInnen, die nicht an einem konfessionsgebundenen Religionsunterricht teilnehmen, oder: Ethik, ...), wie er bereits seit 1997 im Schulversuch vielerorts erprobt wurde, durch eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes auf Dauer im ganzen österreichischen Schulwesen zu installieren.
3) Um die Qualität und die hohen Ansprüche der Wertevermittlung
(Menschenrechte, Friedensbewusstsein, Toleranz und Dialogbereitschaft, Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenpflichten, Ethik der Religionen, Weltethos, u.v.m.) und der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen (Selbstbewusstheit, personale u. soziale Identität, Formulierung und Begründung ethischer Argumente, Abbau von Vorurteilen, ...) gewährleisten zu können, regen wir gleichzeitig eindringlich eine gesetzliche Verankerung der Ausbildung und Weiterbildung der EthikLehrerInnen an den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen des Bundes an.
(universitäres Lehramsstudium von 9 Semestern)
Um die Qualität der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden gewährleisten zu können, ist auch die Errichtung interdisziplinärer Institute an den Universtäten und Hochschulen anzustreben, wie es Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher in seinem Evaluierungsbericht über die Schulversuche des Ethikunterrichts
vorschlägt, damit die Lehrenden über den neuesten Forschungsstand und aktuelle Problemstellungen, die in diesen Bereich fallen, wissenschaftlich kompetent informiert werden können.
Evaluierungsbericht im Internet:
http://www.dietlzeiner.at/evaluierung-prof-bucher.htm

4) Ebenso besteht vom zuständigen Ministerium die dringend Notwendigkeit, eine Kommission einzurichten, die aufgrund der bisherigen Lehrpläne aus den Schulversuchen einen einheitlichen, österreichweiten verbindlichen Rahmenlehrplan erstellt.

Ethik-Lehrplan Salzburg

http://schule.salzburg.at//faecher/ethik/Ethiklehrplan.pdf
Informationen zum Studienlehrplan Akademielehrgang Ethik an der Pädagogischen Hochschule in Salzburg:
http://schule.salzburg.at//faecher/ethik/
5) In jenem neuen Gesetz wird auch die Gleichstellung der EthiklehrerInnen aus den bisherigen Akademischen Lehrgängen der Pädagogischen Institute des Bundes/Pädagogischen Hochschulen mit denen, die von den Universitäten ausgebildet werden, gesetzlich festgelegt werden müssen.
So appellieren wir eindringlich an die Verantwortung aller politischen Entscheidungsträger im Parlament unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Evaluationsberichts der Schulversuche "Ethik" von Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher jetzt Maßnahmen und gesetzliche Schritte zu setzen, damit an allen Schulen ein wertevermittelndes Pflichtfach für all jene SchülerInnen eingeführt wird, die nicht an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. 

Ein Satz aus dem Evaluationsbericht von Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher:

"Der Ethikunterricht , zurückgebunden an Lehrpläne, die sich an den nicht pluralisierbaren und verbindlichen Grundwerten und Menschenrechten orientieren, erhöht die ethische Unsicherheit nicht, sondern reduziert sie empirisch signifikant." 

Liste der Förderer und unterstützenden Personen dieser Petition und Initiative zur sofortigen Einführung des Ethikunterrichts an österreichischen Schulen:

Name:

Adresse:

Geb.Dat.:

Unterrschrift:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Petition der EthiklehrInnen zur Einführung des Ethikunterrichts
f. d. Inhalt verantwortlich: Initative "Ethikunterricht" - Mag. Johannes Dietl-Zeiner
Adresse: A-5203 Köstendorf - Joseph Mösel-Str. 8/9 - Tel. 0681 104 215 11.
E-Mail: johannes.dietlzeiner@gmx.at/ johannes@dietlzeiner.at
Website: http://dietlzeiner.at/forum_ethikunterr.index.htm / http://www.dietlzeiner.at/
 Arbeitsgemeinschaft "Ethik" an der Pädagogischen Hochschule Salzburg
Website: http://schule.salzburg.at//faecher/ethik/ethik.htm

 

Name:

Adresse:

Geb.Dat.:

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Petition der EthiklehrInnen zur Einführung des Ethikunterrichts
f. d. Inhalt verantwortlich: Initative "Ethikunterricht" - Mag. Johannes Dietl-Zeiner
Adresse: A-5203 Köstendorf - Joseph Mösel-Str. 8/9 - Tel. 0681 104 215 11
E-Mail: johannes.dietlzeiner@gmx.at/ johannes@dietlzeiner.at
Website: http://dietlzeiner.at/forum_ethikunterr.index.htm / http://www.dietlzeiner.at/
Arbeitsgemeinschaft "Ethik" an der Pädagogischen Hochschule Salzburg
Website: http://schule.salzburg.at//faecher/ethik/ethik.htm

 

 

 

formular jul11